Emotionen fühlen

Wie möchtest du mit deiner Emotion umgehen?

Fühlen oder Beruhigen?

Viele unterdrücken ihre Emotionen oder lenken sich ab und vermeiden es so ihre Gefühle zu fühlen. Als Kinder haben wir nicht gelernt mit Emotionen umzugehen. Wir wurden abgelenkt (mit Süßigkeiten) oder es wurde verboten (laut zu sein bei Wut). Lerne wieder deine Emotionen zu fühlen. Als Hilfestellung sind die nachfolgenden Ausführungen.

Emotionen Fühlen

Erlaube dir deine Emotionen wieder voll und ganz zu fühlen.

Die meisten von uns haben als Kinder gelernt, negative Emotionen zu unterdrücken. Wenn ein Kind weint, wird es schnell abgelenkt. Es gab dann etwas Süßes, damit man wieder glücklich ist. Das kennen viele Erwachsene auch als Trostessen.

Wir haben also gelernt, dass Emotionen wie Angst, Wut oder Traurigkeit nicht da sein dürfen.

In der TCM (traditionell chinesischen Medizin) spricht man davon, dass Emotionen, die wir unterdrücken, in unserem Körper bleiben und uns krank machen. Es ist also auch für unsere Gesundheit wichtig, dass wir wieder lernen Emotionen zu fühlen.

Eine Emotion ist eine Botschaft. Es ist einfach nur eine andere Sprache, die viele nicht sprechen möchten bzw. verlernt haben zu sprechen.

Wenn wir nicht zuhören, kommen diese Emotionen immer wieder, solange sie uns ihre Botschaft überbracht haben.

Die meisten kennen irgendjemand der scheinbar wegen einer Kleinigkeit einen Wutausbruch bekommt (oder vielleicht ist man selber die Person). Von Außen betrachtet wirkt das Verhalten dann oft als unangemessen für die Situation.

Was hier aber eigentlich passiert ist, dass die angestauten Emotionen auf einmal raus wollen und sich dann auf eine bestimmte Sache konzentrieren. Nur leider lässt dieser Wutausbruch in der Regel nicht die eigentliche dahinter liegende Energie* raus.

Die meisten reden sich dann sozusagen in die Wut. Beschimpfen andere oder sich selbst. Die Wut entlädt sich also in Worten. Aber Worte sind nicht die Sprache der Emotion.

Im Gegenteil, wenn sich eine Emotion über Worte entlädt, wird sie eher noch gefüttert. Die Emotion wird nur für den Moment geringer. Worte sorgen dafür, dass die Emotion wieder im Körper gespeichert wird oder gespeichert bleibt.

Beispiel: Du wirst wütend, weil du im Stau stehst. Du fängst an dich über die anderen Autofahrer aufzuregen (Schließlich sind sie Schuld daran, dass du zu spät kommst etc.). Diese Gedanken füttern sozusagen deine negativen Emotionen. Es fühlt sich zwar für den Moment befreiend an. Aber wenn du das nächste Mal in die Situation kommst, wirst du wieder genau mit der gleichen Emotion reagieren.

Erst wenn wir anfangen zu Beobachten, wie unser Körper auf eine Emotion reagiert und ihr voll und ganz erlauben da zu sein, dann hören wir der Emotion zu.

Wenn wir ihr lang genug zuhören und sie die Botschaft überbracht hat, dann kann sie auch unseren Körper verlassen.  

Wenn die Emotion unseren Körper verlassen hat, dann können wir in die gleiche Situation kommen, wie im Stau stehen und die Situation kann dann nicht mehr unsere negative Emotion triggern.

„Ich spüre, wenn ich die Emotion fühle, wie sie durch meinen Körper wandert. Wenn ich die Emotion losgelassen habe, kann ich sie auch nicht mehr mit negativen Gedanken füttern. Auch wenn ich mich dann an die negative Situation erinnere, spüre ich die negative Emotion dann nicht mehr, sondern bleibe emotional neutral.“

Stelle es dir wie bei einem buddhistischen Mönch vor. Glaubst du, dass er wütend wird, weil er im Stau steht?
Sicher nicht. Er bleibt einfach neutral, da es seine natürliche Haltung ist.
Daher: Alles, was im Außen passiert, ist wertfrei. Du bist die Person, die dem Ganzen eine Wertung gibt aufgrund der Energien*, die du in dir trägst. Verschiedene Menschen nehmen eine gleiche Situation unterschiedlich wahr. Lässt du die Energien bzw. Emotionen los, kann sich auch deine Realität (bzw. deine Wahrnehmung von deiner Realität) verändern.

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* Wir alle bestehen aus Energie. Die meisten Menschen wissen, dass alles aus Atomen besteht. Nicht jeder weiß, dass ein Atom wiederum aus Energie besteht.
Also ist alles nur Energie. Emotionen wie Wut, Angst oder Trauer sind einfach nur Energien, denen wir ein negatives Label gegeben haben, weswegen wir sie nicht mögen.

Bleibe nicht in deinen Gedanken gefangen. Wir geben z.B. einer bestimmten Person die Schuld an unserer Situation und denken über all die „schlechten“ Sachen nach, die passiert sind.

Damit geben wir unsere Macht an äußere Umstände ab, auf die wir keinen Einfluss haben. Solange du das tust, kannst du auch nichts verändern.

Wichtig: Komme ins Fühlen und lasse die Gedanken los.

Erlaube dir wirklich nur die Emotion zu fühlen und lasse deine negativen Gedanken los.

Option 1:

Du kannst hier ein Mantra nutzen, um dich auf das Fühlen, statt auf das Denken zu konzentrieren. Mögliches Mantra:
Es ist nur Energie.
Es ist nur Energie, die meinen Körper verlässt.

Wiederhole das, während du bewusst in deinen Körper spürst. Das Mantra erinnert dich daran, dass auch die unangenehmen Gefühle, die du gerade hast nur eine Energie* sind. Eine Energie der du gerade zuhörst.

Option 2:

Denke bewusst darüber nach, was du spürst. Hier ein Beispiel:
„Ich spüre die Energie in meinem Hals. Ich spüre, wie sich mein Hals zuschnürt. Es fällt mir schwer zu atmen. Weiter Atmen. Der Atem strömt ganz gepresst in meine Lunge und kommt nur langsam wieder heraus. Ich atme weiter, auch wenn es mir schwer fällt … Der Druck auf meinen Hals lässt langsam nach. Ich merke das der Atem wieder leichter in meine Lunge strömt … “

Manche Emotionen können innerhalb von wenigen Sekunden gefühlt werden. Andere dauern vielleicht eine Woche, bis sie den Körper verlassen.
Beginne am besten mit einer geringen Emotion, bevor du ins Fühlen von stärkeren Emotionen gehst.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass ich für eine größere Angst über eine Woche gebraucht habe, bis die Angst nicht mehr so präsent war. – Obwohl ich täglich ein paar Minuten bis eine Stunde rein gefühlt habe.

Daher beginne besser mit weniger stark geladenen Emotionen, damit du das erste Mal spürst wie die Emotion wirklich deinen Körper verlässt.

Um dir zu beim Fühlen zu helfen, gehe auf die Emotion die du fühlst bzw. fühlen möchtest. Dort findest du Fragen und Beispiele wie sich die Emotion anfühlen kann.

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* Wir alle bestehen aus Energie. Die meisten Menschen wissen, dass alles aus Atomen besteht. Nicht jeder weiß, dass ein Atom wiederum aus Energie besteht.
Also ist alles nur Energie. Emotionen wie Wut, Angst oder Trauer sind einfach nur Energien, denen wir ein negatives Label gegeben haben, weswegen wir sie nicht mögen.

Es kann sein, dass sich die Emotion nach wenigen Sekunden wandelt. Es kann aber auch sein, dass sie sogar mehrere Stunden präsent sein kann. (In der Regel wandelt sich die Emotion beim Fühlen, kann aber durchaus länger präsent bleiben.) Es ist also sehr individuell.

Wie lange du in eine Emotion rein fühlst, ist komplett dir überlassen. Wie lange hältst du es aus die Emotion wirklich komplett zu zulassen?

Für manche können sich ein paar Sekunden schon wie eine Ewigkeit anfühlen.

Wenn es anfangs immer nur ein paar Sekunden sind, ist das völlig ok. Du lernst etwas, was du verlernt hast und das fühlt sich erst mal ungewohnt an. Du darfst es in kleinen Schritten wieder lernen.

Es kann sein, dass du, obwohl du schon eine halbe Stunde in das Gefühl spürst, es immer noch sehr präsent ist.

Das kann sich auch sehr kräftezehrend anfühlen. Dann mache eine Pause und sage der Emotion deinen Dank. Sage ihr, dass du dir wieder für sie Zeit nehmen wirst und lasse sie dann los.

Das Loslassen kann man im Prinzip auch als ein Unterdrücken der Emotion ansehen. Wichtig ist dies dann nur temporär zu tun. Daher sage der Emotion, dass du dir wieder Zeit für sie nehmen wirst – ob in Gedanken oder laut ist dabei egal. So kannst du die Emotion leichter loslassen.

Angst hält uns zurück und verschließt uns. Sie engt uns sozusagen ein bzw. macht uns eng.

Spürst du bei Angst, wie sich dein ganzer Körper anspannt?

Ist deine Brust und dein Bauchraum angespannt?
Beschleunigt die Angst deinen Pulsschlag?
Zitterst du innerlich? Klapperst du mit den Zähnen?
Raubt die Angst dir den Atem? Atmest du flach?

Spürst du, wie sich dein Hals zuschnürt?

Lasse es zu, aber atme bewusst weiter.

Hier ein Beispiel:
Ich atme bei Angst oft sehr flach. Insbesondere wenn ich das Gefühl habe mein Hals wird zugeschnürt und ich das Gefühl habe nicht mehr atmen zu können. Die Angst raubt mir sozusagen den Atem. Ich zwinge mich dann sehr bewusst weiter zu atmen. Aber fühle gleichzeitig in den zugeschnürten Hals und erlaube der Emotion da zu sein.
Meistens lockert sich das Engegefühl nach kurzer Zeit.

Erinnerung:

Füttere die Emotion nicht mit deinen Gedanken!

Es ist nur eine Energie, der wir ein negatives Label gegeben haben.


Wenn wir Angst haben, fangen wir an uns „Horror-Szenarien“ auszumalen. Solange du solche Szenarien in deinen Kopf hast „fütterst“ du sozusagen die negative Emotion. Werde dir also bewusst, dass alles nur in deinem Kopf ist und nicht real.
Es geht darum, die Emotion vollständig zu fühlen und zuzulassen. Damit sie sich wandeln kann und deinen Körper verlassen kann.
Der einzige Weg hinaus ist hindurch.
Wenn notwendig ersetze negative Gedanken durch neutrale.

Option 1:

Mantra denken:
Es ist nur Energie.
Es ist nur Energie, die meinen Körper verlässt.

Option 2:

Denke bewusst darüber nach, was du spürst. Hier ein Beispiel:
„Ich spüre die Energie in meinem Hals. Ich spüre, wie sich mein Hals zuschnürt. Es fällt mir schwer zu atmen. Weiter Atmen. Der Atem strömt ganz gepresst in meine Lunge und kommt nur langsam wieder heraus. Ich atme weiter, auch wenn es mir schwer fällt … Der Druck auf meinen Hals lässt langsam nach. Ich merke das der Atem wieder leichter in meine Lunge strömt … “

Erlaube dir auch eine Pause vom Fühlen.

Es kann sein, dass du, obwohl du schon eine halbe Stunde in das Gefühl spürst, es immer noch sehr präsent ist.

Dann mache eine Pause und sage der Emotion deinen Dank. Sage ihr, dass du dir wieder für sie Zeit nehmen wirst und lasse sie dann los.

Das Loslassen kann man im Prinzip auch als ein Unterdrücken der Emotion ansehen. Dies ist jedoch dann nur temporär. Daher sage der Emotion, dass du dir wieder Zeit für sie nehmen wirst – ob in Gedanken oder laut ist dabei egal. Dadurch kannst du die Emotion leichter loslassen.

Wut will sich entladen. Das musst du aber nicht auf deine Mitmenschen machen.

Spürst du einen Druck auf dein Brust?

Stoßt es dir sauer im Magen auf?

Beißt du die Zähne zusammen? Ist dein Kiefer angespannt?

Hast du einen dicken Hals?

Kochst du innerlich über vor Wut?

Ist dein Gesicht angespannt?

Hast du rote Flecken im Gesicht? (Durch die Anspannung)

Ist dein Körper insgesamt angespannt? Beine, Arme, Hände?

Ballst du deine Hände zu Fäusten?

Möchtest du irgendwo draufschlagen?

Wut steigt oft nach oben in den Kopf. Manch einer bekommt gar rote Flecken im Gesicht vor Wut.

Erlaube es deiner Wut sich über den Kopf zu entladen. Schreie deine Wut hinaus. Nicht in konkreten Worten. Sondern einfach ein Schreien. „Ahhhh“

Viele haben Hemmungen einfach drauf loszuschreien. „Was sollen die Nachbarn denken? Die rufen nachher die Polizei.“

Daher nimm dir gerne ein Kissen und halte es direkt vor deinen Mund. Das dämmt deinen Schrei stark genug, dass sich niemand in direkter Umgebung sorgen machen muss.

Oder hast du das Bedürfnis irgendwo drauf zu schlagen?

Auch hierbei kannst du gerne ein Kissen nehmen. Haue gerne auf deine Möbel ein. Vielleicht ein Sofa oder ein Bett. Oder du legst Decken und Kissen auf den Boden und schlägst und trittst den Boden.

Hier ein Beispiel:

Ich hab oft das Gefühl einen dicken Hals zu haben und bekomme ein Druckgefühl im Kopf. Die Wut steigt mir sozusagen in den Kopf. Ich lasse es raus, indem ich in ein Kissen schreie. Das Kissen nehme ich nur aus Rücksicht vor meine Nachbarn, die sich sicherlich wundern würden. Zudem habe ich so keine Hemmung und Angst, dass ich zu laut werden könnte.

Erinnerung:

Füttere die Emotion nicht mit deinen Gedanken!

Es ist nur eine Energie, der wir ein negatives Label gegeben haben.


Wenn wir wütend sind, lassen wir es oft an anderen aus. „Die sind Schuld an meiner Situation.“

Das hilft vielleicht für den Moment. Aber langfristig, hältst du die Energie dann in deinem Körper und lässt sie nicht los. Sobald du dich an die Situation erinnerst bist du wieder wütend auf die Person.

Es ist egal, ob nun wirklich die andere Person Schuld hat und du deswegen wütend bist. Solange du versuchst die Wut auf eine Person oder eine konkrete Situation heraus zu lassen, verlässt sie deinen Körper nicht.
Es geht darum, die Emotion vollständig zu fühlen und zuzulassen. Damit sie sich wandeln kann und deinen Körper verlassen kann.
Der einzige Weg hinaus ist hindurch.
Wenn notwendig kannst du die negativen Gedanken ersetzen.

Option 1:

Mantra denken:
Es ist nur Energie.
Es ist nur Energie, die meinen Körper verlässt.

Option 2:

Denke bewusst darüber nach, was du spürst. Hier ein Beispiel:
„Ich habe gerade das Gefühl mein Hals schwillt an. Ich spüre wie sich die Energie hin zu meinen Hals und in meinen Kopf bewegt. Ich möchte schreien … Ahhhh … Das Druckgefühl in meinen Hals hat nachgelassen. Jetzt spüre ich wie mein Magen sauer aufstößt. …“

Erlaube dir auch eine Pause vom Fühlen.

Es kann sein, dass du, obwohl du schon eine halbe Stunde in das Gefühl spürst, es immer noch sehr präsent ist.

Dann mache eine Pause und sage der Emotion deinen Dank. Sage ihr, dass du dir wieder für sie Zeit nehmen wirst und lasse sie dann los.

Das Loslassen kann man im Prinzip auch als ein Unterdrücken der Emotion ansehen. Dies ist jedoch dann nur temporär. Daher sage der Emotion, dass du dir wieder Zeit für sie nehmen wirst – ob in Gedanken oder laut ist dabei egal. Dadurch kannst du die Emotion leichter loslassen.

Trauer macht schwer.

Fühlt sich dein Körper schwer an?

Hast du das Gefühl etwas zieht dich runter? Oder etwas schweres sitzt auf deiner Brust?

Spürst du es im Magen oder einen Kloß im Hals?

Hast du das Bedürfnis zu weinen?

Spürst du wie sich Tränen bilden?

Erlaube dir zu weinen.

Viele von uns haben verlernt zu weinen. Wir wollen immer stark sein. Aber wahre Stärke kommt von Zulassen der scheinbaren Schwächen.

Erlaube dir wie ein Baby zu weinen. Weinen ist die beste Methode Trauer loszulassen.

Hier ein Beispiel:

Wenn ich traurig bin, spüre ich eine schwere in meinen Brustbereich. Es erdrückt mich regelrecht. Wenn ich mir erlaube, hier rein zu spüren, fühle ich oft, wie sich diese Energie nach oben bewegt und dann in Form von Tränen raus kommt. Ich halte hier dann nichts zurück und erlaube mir laut zu weinen.

Erinnerung:

Füttere die Emotion nicht mit deinen Gedanken!

Es ist nur eine Energie, der wir ein negatives Label gegeben haben.

Wenn du z.B. traurig bist, weil dein Lieblingskleidungsstück zerstört wurde, denkst du jetzt an den Verlust des Gegenstandes. Dann fängst du vielleicht an dir auszumalen, was du jetzt alles dadurch nicht mehr machen kannst. Und trauerst den Verlust hinter her.

Sich an etwas zu erinnern ist an und für sich nicht negativ. Sich aber bewusst in Gedanken den Verlust in der Zukunft auszumalen ist nicht hilfreich, die Emotion los zu lassen.
Erlaube dir, die Emotion vollständig zu fühlen und zuzulassen.
Wenn notwendig kannst du die negativen Gedanken ersetzen.

Option 1:

Mantra denken:
Es ist nur Energie.
Es ist nur Energie, die meinen Körper verlässt.

Option 2:

Denke bewusst darüber nach, was du spürst. Hier ein Beispiel:
„Ich spüre die Energie in meinen Brustraum. Es fühlt sich so an, dass sie meinen Hals zuschnürt. Ich spüre, wie sich Tränen in meinen Augen sammeln … Ich muss tief Luft holen. … “

Erlaube dir auch eine Pause vom Fühlen.

Es kann sein, dass du, obwohl du schon eine halbe Stunde in das Gefühl spürst, es immer noch sehr präsent ist.

Dann mache eine Pause und sage der Emotion deinen Dank. Sage ihr, dass du dir wieder für sie Zeit nehmen wirst und lasse sie dann los.

Das Loslassen kann man im Prinzip auch als ein Unterdrücken der Emotion ansehen. Dies ist jedoch dann nur temporär. Daher sage der Emotion, dass du dir wieder Zeit für sie nehmen wirst – ob in Gedanken oder laut ist dabei egal. Dadurch kannst du die Emotion leichter loslassen.

Emotionen beruhigen

Nicht immer ist es in dem aktuellen Moment passend in die Emotion voll und ganz rein zu fühlen. Dann ist es gut ein paar Ideen zu haben, wie man eine Emotion für den Moment beruhigen kann

Wenn wir Angst haben atmen wir oft nur flach ein und aus. Achte bitte auf deinen Atem. Wie fühlt er sich an?

Dann atme 3 mal bewusst tief ein und aus.

Zähle von 1 bis 4 und atme in der Zeit ein.
Dann atme für die gleiche Zeitspanne aus, indem du nochmal von 1 bis 4 zählst.

Wiederhole diesen Vorgang 3-mal.

Ein – zwei – drei – vier
Aus – zwei – drei – vier

Spüre nochmal in dich hinein. Wie geht es dir jetzt? Hat sich die Angst reduziert?

Wenn sie noch präsent ist. Kannst du die Atemübung nochmal wiederholen. Solange bis dein Körper sich beruhigt hat.

Wut kocht innerlich hoch. Am besten ist es, wenn du dich körperlich betätigen kannst und so die Überschüssige Energie loswirst. Du kannst dich wenn möglich beim Sport verausgaben. Oder du nimmst dir ein paar Minuten Zeit und schüttelst dich aus. Vielleicht machst du dir dazu Musik an.

Schüttele für ein paar Minuten den ganzen Körper – von Kopf bis Fuß. Lass all deine Wut durch starke Bewegung raus. Das darf gerne anstrengend sein.

Du kannst z.B. mit der Hand in die Luft boxen und deine Wut an der Luft rauslassen. Oder du trittst wild um dich herum. Kontrolliere nicht sondern lasse die Wut (an der Luft) aus. Mache dies so lange bis du merkst, dass deine Wut nachlässt. In der Regel ist dies nach ein paar Minuten der Fall.

Hast du ein Sofa oder Kissen in der Nähe?
Dann boxe einfach darauf ein und lasse dort deine Wut raus.

Kannst du dich gerade nicht bewegen? Sitzt du vielleicht in einem Meeting und bist wütend?

Unbewusst beißen viele dann schon die Zähne zusammen bzw. spannen die Kiefermuskeln an. Das kann man natürlich auch bewusst machen. Aber effektiver ist es die Energie nicht nur im Kiefer fest sitzen zu lassen.

Dann kannst du z.B. deine Hand (unter dem Tisch) zur Faust ballen oder du spannst deine Bein-Muskeln an. Du kannst auch mit den Daumen Druck auf die anderen Finger ausüben. Das spannt die Muskeln an und lässt dadurch etwas von der Wut Energie raus.

Also allgemein gesagt, kannst du versuchen deine Muskeln anzuspannen, dort wo es in dem Moment gerade geht.

Alternativ hilft auch tiefes Ein- und Ausatmen. Spüre wie dein Bauch sich beim Einatmen ausdehnt und beim Ausatmen wieder zusammen zieht. Atme ganz bewusst in den Bauch ein und erlaube deinen Bauch- und Brustbereich sich auszudehnen. Wiederhole die tiefe Atmung mindestens dreimal.

Trauer übermannt uns sozusagen. Sie lässt uns schwer werden.

Ein Wechsel der Perspektive kann helfen.

Stelle dir deine aktuelle Situation aus der Vogelperspektive vor. Atme einmal tief in deinem Bauch und deine Brust ein.

Stelle dir dann vor du kannst in die Zukunft springen.

Wie würdest du dann in 1 oder in 10 Jahren auf die aktuelle Situation zurück schauen?

Würdest du dich in 10 Jahren überhaupt noch daran erinnern?

Individuelle Unterstützung

Du möchtest Unterstützung dabei wieder zu lernen Emotionen richtig zu fühlen?
Dann lass uns ein unverbindliches Kennenlerngespräch führen. Wir schauen uns deine Situation an und klären was deine Ziele sind, um herauszufinden, wie eine individuelle Zusammenarbeit aussehen kann.

Entfaltung eines Baumes im Weltall. Go for infinity

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